Einstimmig haben die Delegierten des Deutschen Brauer-Bundes heute (Do., 8. 11.2012) nachmittag in Berlin bei einer außerordentlichen Sitzung eine Satzungsänderung beschlossen, die weitreichende Folgen für die künftige Struktur der Organisation hat. Zum 1. Januar 2013 können die heiß umworbenen Branchen-Dickschiffe Bitburger, Warsteiner, Ab Inbev, Krombacher, Radeberger und BHI Direktmitglieder werden; sie werden in einem künftigen Präsidium zusammen mit dem Verband der Ausfuhrbrauereien stärker vertreten sein als die Regionalverbände, bestreiten dafür aber mit 1,5 Mio Euro auch den Großteil des jährlichen DBB-Finanzbedarfs.
Nach dem neuen DBB-Fahrplan dürfte es Mitte Januar eine zweite außerplanmäßige Delegiertenversammlung geben, die dann entscheiden muss, welche (bis zu 2) kooptierten Mitglieder aus dem neuen Mitgliederkreis ins Präsidium aufgenommen werden. Diese Regelung hat nach Einschätzung von INSDERN vor allem den Sinn, dem bisherigen Präsidenten Dr. Hans-Georg Eils eine Verlängerung zu ermöglichen. Eils´ Amtszeit endet eigentlich vorzeitig im Dezember; da er aber als der Mann der Wiedervereinigung beim DBB gilt und von allen Seiten anerkannt wird, dürfte eine Wiederwahl aus dem Kreis des neuen Präsidiums (das vermutlich direkt nach der nächsten Sitzung der Delegierten tagt) nur noch Formsache sein. Seine Bereitschaft, wieder anzutreten, hat Eils dem Vernehmen nach bereits kundgetan.



