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Böhmisch Brauhaus vor dem Aus

Bei dem zuletzt maximal noch 10.000 hl großen Böhmisch Brauhaus im sächsischen Großröhrsdorf gehen wohl die Lampen aus. Gf und Mitgesellschafter Stefan Tendler will das Haus Ende Februar 2023 schließen – außer ein „weißer Ritter“ kaufe sich noch rechtzeitig dort ein. INSIDER halten das aber angesichts der Historie des Unternehmens für schwer vorstellbar. Das immer wieder von heftigen Verwerfungen geplagte Unternehmen (INSIDE 609) bezieht schon seit mindestens 2010 seine Würze von der familiär verbundenen Brauerei Landsberg – weil das eigene Sudhaus baupolizeilich geschlossen wurde. Gelagert und abgefüllt wurde dann in Großröhrsdorf, was die Sache nicht kosteneffektiver machte.

Mit der Schließung von Großröhrsdorf halbiert sich die Würzeproduktion in Landsberg. Jenny Thormann, bis heute zu 40% an Böhmisch Brauhaus beteiligt, führt mit ihrem Mann Dr. Cem Schwarz-Thormann nicht nur die rund 11.000 hl große Brauerei in Landsberg durch schwierige Zeiten, sondern noch immer auch die Mälzerei Landsberg. Deren Kundenstamm ging bislang offenbar treu diverse Preiserhöhungen mit – und wird angesichts der allgemeinen Lage am Malzmarkt froh sein, wenn es aus Landsberg auch künftig noch Ware gibt, zu welchem Preis auch immer.

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