Wie eine heiße Kartoffel schieben die Bionade-Gesellschafter die verpatzte Preiserhöhung vom Vorjahr hin und her. Der Image-Schaden für das zuletzt wieder rund 60 Mio Liter große Produkt könnte nicht größer sein. Vorläufiger Höhepunkt: Am Montag nachmittag dementierte Manfred Ziegler, Geschäftsführer der Rhönsprudel-Gruppe, einen "Spiegel"-Bericht: Die Bionade-Preiserhöhung 2008 sei "ein einstimmiger Beschluss unter allen Geschäftsführern und Gesellschaftern" gewesen. "Diesen Beschluss hat auch (...) Peter Kowalsky mit gefasst." Mit-Gf und Mitgesellschafter Kowalsky hatte allerdings zuvor zu Papier gegeben, "wir alleine hätten es in mehreren Schritten gemacht, nicht so, dass man dem Verbraucher frontal eine in die Schnauze haut." Rhönsprudel hält an Bionade 51 Prozent, weshalb letztere Variante nicht zu Debatte stand. Der einst von den Banken wegen finanzieller Schieflager zu Rhönsprudel entsandte Ziegler wiederum dementiert vehement eben eine solche Schieflage (die ihn zwingen könnte, Bionade-Anteile zu verkaufen): "Tatsache ist, dass die Rhönsprudel-Truppe auf ertragskräftigen, wirtschaftlich soliden und finanziell absolut sicheren Füßen steht." (31.08.2009, 18:01 Uhr)



