Der Deggendorfer "Bierkrieg" ist zumindest von Seiten der Staatsanwaltschaft ad acta gelegt worden. Die Deggendorfer Behörde veröffentlichte heute eine Mitteilung, nach der sie die Vorermittlungen eingestellt hat, weil diese "keinen Anfangsverdacht für die Verwirklichung der Tatbestände der Vorteilsannahme bzw. Vorteilsgewährung ergeben" hätten.
Auslöser der für alle Seiten unerfreulichen Untersuchungen war eine Äußerung des Mooser Arcobräu-Chefs Fichtel gewesen, der gegen ein geplantes Augustiner-Zelt auf dem Deggendorfer Volksfest Sturm gelaufen war - u.a. mit der Steilvorlage "Wenn Beamte, Politiker oder Stadträte eine private Feier haben, rufen sie bei uns an." Es ging dabei um Bierlieferungen für diverse Geburtstagsfeiern. Die Staatsanwaltschaft nahm daraufhin Ermittlungen auf.
Der Streit insbesondere zwischen der Stadt Deggendorf (resp. dem Volksfest-Veranstalter VdK) und der Arco-Brauerei ist weiterhin nicht beigelegt. Arco ist künftig nicht mehr auf dem Deggendorfer Volksfest vertreten - veranstaltete dafür aber u.a. ein eigenes Volksfest mit rein zufälliger terminlicher Überschneidung.


