Der heiße Frühling und Frühsommer hat den deutschen Brauern im einen Schub nach vorne gegeben. Laut den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes legte der Bierabsatz von Januar bis Juni um 0,6 % bzw. um rund 300.000 hl auf 47,1 Mio hl zu. Der Absatz im Inland legte um 0,5 % auf 38,5 Mio hl zu; der Export zog um 0,8 % an. Innerhalb der EU verkauften die deutschen Brauer allerdings 3,5 % weniger als im Jahr zuvor; der Export in Drittländer hingegen legte um 6,6 % zu. Alkoholfreie Biere sind in diesen Zahlen wie immer nicht enthalten.
Dass das Halbjahresplus nicht höher ausfiel, lag auch daran, dass der Juni im Vergleich zum Vorjahr 1,8 % verlor, davon 2,3 % im Inland, innerhalb der EU um erstaunliche 8,2 %. Nur dank eines kräftigen Exportwachstums in Drittländer (+ 15,3 %) ergibt sich noch ein dünnes Plus von 0,5 % beim Gesamt-Export. An den Arbeitstagen lag´s im Inland im Juni eher nicht: Da gab es im Juni 2017 sogar in einigen Bundesländern einen weniger.
Der Juni hatte allerdings auch schon 2017 Kopfschmerzen bereitet, allerdings nicht wegen des auch damals leichten Rückgangs von -1,0 % gesamt, sondern wegen eines fast 20%-igen Absatzverlustes bei Export in Drittländer. Das jetzige Plus in diesem Segment gleicht also die Verluste im Vorjahr im Groben wieder aus.
Biermischgetränke legten analog zum Bier-Trend im ersten Halbjahr um 6,3 % zu, verloren aber ebenfalls im Juni (-2,2 %).


