Nach einem eher bescheidenen Absatz-Plus von 0,6 % im ersten Halbjahr dürfen sich die deutschen Brauer und Bierlager-Betreiber über ein sattes Absatz-Plus im Juli freuen: Um 4,4 % gesamt zogen die Abverkäufe laut den Zahlen des Statistischen Bundesamtes an (alkoholfreie Biere sind darin wie immer nicht erfasst). Der Inlandsabsatz verbesserte sich bei einem Arbeitstag mehr um 4,9 %, der Export innerhalb der EU schwächelte mit -1,8 %. Die Ausfuhr von Bier in Drittländer - v.a. China, USA und Russland - zog zwar um satte 9,2 % an; allerdings gab es hier im Juli 2017 einen Rückgang von 4,1 % gegenüber 2016.
Mittlerweile sind die dunklen Wolken beim Export aber offenbar wieder verzogen; die Entspannung bei den Frachtraumkapazitäten und bei den politischen Vorgaben beim Export nach Russland wirken sich spürbar aus.
Juli-Zahlen Statistisches Bundesamt (pdf)
Aufgelaufen steht die deutsche Braubranche damit zwar bei deutlichen +1,2 %. Mit bis Ende Juli 56,25 Mio verkauften hl liegt sie aber immer noch unter dem Wert von 2016 (56,62 Mio hl). Damit haben die Brauer trotz Super-Sommer und Fußball-WM also immer noch nicht soviel Bier verkauft wie vor zwei Jahren - zumindest nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Und 2016 lag aufgelaufen bis Ende Juli selbst schon mit -0,7 % unter Vorjahr (2015: 57,03 Mio hl).
Biermischgetränke verkauften sich im Juli um 16,1 % mehr, aufgelaufen steht hier ein Plus von 8,2 %. Im Ländervergleich liegen aufgelaufen bis Ende Juli Thüringen mit + 9,4 %, BaWü mit + 5,5 5 und Bayern mit +4,9 % auf Gewinnerseite; Hessen verliert 12,9 %.


