Die Absätze der deutschen Brauer und Bierlager haben weiterhin nur eine Richtung: die nach unten. Im Juli gingen im Inland 2,6 % oder 170.000 hl verloren, gesamt waren es 3,5 % weniger (knapp 300.000 hl). Aufgelaufen von Januar bis Juli steht damit ein Minus von 2,8 % gegenüber Vorjahr. Stolze 1,36 Mio hl sind damit schon wieder futsch. Und der Regen-August kommt erst noch.
Neben dem Export in EU-Länder (-4,5 %) brach vor allem der Export in Drittländer ein (-11,9 %). Diese Zahlen basieren allesamt auf Datenmaterial des Statistischen Bundesamtes, das in einer anderen Statistik weitaus bessere Zahlen für den Export ausweist (siehe auch INSIDE-Ausgabe 933). In den o.g. Zahlen sind alkoholfreie Biere wie immer nicht enthalten.
Biermischgetränke folgen dem Trend und lagen im Juli -7,0 % / aufgelaufen -8,0 % zurück.
Für Romantik bleibt bei diesen Zahlen schon gar kein Platz, wenn man sich die Entwicklung der Bierabsätze in den Juli-Monaten der vergangenen Jahre ansieht (jeweils gegenüber Vorjahr, gesamt):
- 2023: - 3,5 %
- 2022: - 4,9 %
- 2021: - 7,2 %
- 2020: - 6,0 %
Damit wurden im Juli 2023 1,7 Mio hl Bier weniger in Verkehr gebracht als noch im Juli 2019 - ein dramatischer Einbruch. Aufgelaufen von Januar bis Juli gingen gegenüber 2019 rund 5,34 Mio hl verloren.


