Erst die gute Nachricht: Aufs dritte Quartal hochgerechnet liegen die deutschen Brauern beim Absatz nur hauchdünn im Minus. Der Inlandsabsatz sank nach den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes um 0,2 Prozent auf 21,8 Mio hl. Der Export zog um 0,8 Prozent an. Insgesamt ergibt sich ein Absatz-Minus von 0,1 %.
Richtig böse erwischt hat es die Brauer allerdings im September; ein sattes Minus von 9,8 % im Inland (auf nur noch 6.290.188 hl) und ein noch dickeres Minus beim Export-Absatz (- 12 %) rechnet sich unter dem Strich mit gesamt - 10,1 % oder 7.414.281 hl. Damit hat der September den Brauern auch die zarte Aussicht auf ein aufgelaufenes Plus verhagelt; von Januar bis September steht nun ein doch deutliches Minus von 1,6 % auf noch 74.405.927 hl.
Auch die Biermischgetränke haben demnach im September vorloren, und zwar 3 % auf jetzt 279.803 hl; aufgelaufen steht hier aber noch ein dickes Plus von 14,8 % (auf 3.633.723 hl).
Mit einem exorbitanten Zuwachs im Vergleichsmonat lässt sich der dramatische Rückgang beim Bierabsatz diesmal nicht erklären; der Vorjahres-September hatte nur eine moderate Steigerung von 3,8 % gezeigt. Schwerer ins Gewicht dürften zwei fehlende Arbeitstage (geschätzter Effekt: bis zu minus 5 %) und dazu die allgemeine Absatztendenz gespielt haben.



