Bei einem Arbeitstag weniger als im gleichen Vorjahresmonat haben die deutschen Brauer und Bierlager im April 4,7 % mehr Bier abverkauft als noch 2021 - und das trotz eines dramatischen Einbruchs von -35,9 % beim Export in Drittländer (v.a. Russland). Im Inland hingegen wurden laut den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes 10,4 % mehr Bier verkauft.
Die Zahlen vom April 2022 im Überblick (pdf)
Zur historischen Einordnung ein Vergleich mit den April-Absatzzahlen der Vorjahre (jeweils Veränderung geg. Vorjahr):
- April 2018: 8.449.490 hl
- April 2019: 8.525.705 hl (+0,9 %)
- April 2020: 7.068.885 hl (-17,3 %)
- April 2021: 6.941.447 hl (-1,8 %)
- April 2022: 7.268.368 hl (+4,7 %)
Gegenüber dem Vor-Corona-April 2019 fehlten diesmal also immer noch rund 1,25 Mio hl oder 14,75 % Bierabsatz.
Aufgelaufen steht die deutsche Brauwirtschaft damit bei einem Plus von 5,1 % (Inland: 7,2 %). Der Export in Drittländer liegt bereits -13,7 % unter Vorjahr, der innerhalb der EU um -3,9 %.
Biermischgetränke verloren im April 2,2 % Absatz - etwas ungewöhnlich im Vergleich zu früheren Jahren, als die Kategorie eher analog zu den Bierabsätzen hinzugewann oder verlor.
Bei den Bundesländern legte die Region Rheinland-Pfalz/Saarland im April um 27,4 % gegenüber Vorjahr zu, größter Verlierer war Sachsen-Anhalt mit - 13,1 %.


