Im Exportgeschäft mit China geht für die deutschen Brauer langsam wieder die Sonne auf. Nach teilweise deutlichen Verlusten im Jahr 2018 haben die Bier-Exporte nach China laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes in den beiden ersten Monaten des Jahres wieder Boden gut gemacht. Auch der Handel mit Russland legt deutlich zu.
| Monat | China | Russland |
| Januar 2018 | 112.000 | 50.400 |
| Januar 2019 | 176.000 | 67.000 |
| Februar 2018 | 161.000 | 70.870 |
| Februar 2019 | 246.300 | 80.360 |
Bei den Exporten nach China gab es in den vergangenen zwei Jahren nach einer Zeit schier ungezügelten Wachstums erstmals Mengenverluste: 2017 exportierte die deutsche Brauwirtschaft nach 2,6 Mio hl im Spitzenjahr 2016 nur noch 1,98 Mio hl, 2018 waren es nur noch 1,78 Mio hl (ohne Grauimporte). Die ersten beiden Monate 2019 verheißen immerhin Besserung: Im Januar zog der Bierabsatz wieder deutlich an und lag mit 176.000 hl auf einem Allzeithoch für diesen Monat; auch der Februar-Absatz schoss steil nach oben und lag mit 246.000 hl noch über dem bisherigen Rekord-Februar von 2016.
Still und heimlich haben sich aber auch die Exporte nach Russland mittlerweile gemausert – und das in den vergangenen Jahren eher entgegengesetzt zu denen nach China. Die Zuwächse sind beträchtlich. Seit 2016 haben sich die Januar-Exporte nach Russland mehr als verfünffacht (auf 67.000 hl), im Februar landeten die Exporte dorthin schon bei gut 80.000 hl. Lag der Gesamtexport von deutschem Bier nach Russland 2014 noch bei überschaubaren 309.000 hl, waren es 2018 schon 1,09 Mio hl. Allein von 2017 auf 2018 gab es einen Zuwachs von satten 82 %.
| Jahr | China | Russland |
| 2015 | 2.100.000 | 283.000 |
| 2016 | 2.595.000 | 322.000 |
| 2017 | 1.977.000 | 598.000 |
| 2018 | 1.778.000 | 1.089.000 |


