Die Berentzen-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2023 Umsatzerlöse von 89,0 Mio. Euro erzielt. Das entspricht einem Plus von knapp 13 % im Vergleich zum Vorjahr (79,0 Mio. Euro). Das Konzern-EBIT lag allerdings nur bei 3,3 Mio. Euro, was nach 3,7 Mio Euro im Vorjahreszeitraum einem Minus von 13 % entspricht. Das Konzern-EBITDA lag bei 7,3 Mio. Euro (-7,5 %).
CEO Oliver Schwegmann betont, dass das starke Umsatzwachstum auf Preiserhöhungen sowie positive Volumeneffekte zurückzuführen sei. Besonders hervorzuheben sei die Dynamik der Marke Mio Mio (+28,2 % auf 10,39 Mio Euro) im alkoholfreien Getränkesegment sowie die Entwicklung der Kernmarken Berentzen (+23,1 % auf 8,94 Mio Euro) und Puschkin (+30,8 % auf 4,33 Mio Euro) im Spirituosensegment. Insgesamt entwickelte sich das Markengeschäft positiv mit einem Umsatzplus in Höhe von 3,2 Mio Euro (+17,8 %).
Einen Umsatzrückgang gab es beim Konzessionsgeschäft (-2,8 %). Das Geschäft mit Markengetränken der Sinalco-Unternehmensgruppe sei dabei leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums gewesen. Die Umsätze durch Lohnfüllaufträge legten deutlich zu (+23,3 % auf 800.000 Euro), was auf die positive Entwicklung im Abfüllgeschäft mit einer Mineralwasserhandelsmarke zurückzuführen sei. Die Umsätze im Segment Frischsaftsysteme (Citrocasa) stiegen um 9,2 %, während das Geschäft mit Fruchtpressen und deren Ersatzteilen rückläufig war (-1,5%). Grund dafür sollen gesunkene Absatzvolumina vor allem in den Märkten Deutschland, Skandinavien und Osteuropa sein.
Trotz Herausforderungen bei Rohstoffkosten entsprächen die Ergebnisse den Erwartungen. Schwegmann äußerte Optimismus für die kommenden Quartale und bestätigte die Prognose für das Geschäftsjahr 2023: Umsatzerlöse zwischen 185,0 bis 195,0 Mio. Euro, Konzern-EBITDA zwischen 15,6 und 17,6 Mio. Euro, sowie ein Konzern-EBIT von 7,0 bis 9,0 Mio. Euro.
Die langfristige Strategie des Unternehmens zielt auf Umsatzwachstum und verbesserte Ergebnisqualität ab. Wichtigster Baustein seien dabei die strategischen Kernthemen Mio Mio, Berentzen, Puschkin, Handelsmarkenspirituosen und Citrocasa. Daneben gelte es, "die Stückerträge unserer Produkte vor dem Hintergrund weiterhin preisinflationärer Beschaffungsmärkte positiv weiterzuentwickeln", so Schwegmann.


