Die Berentzen-Gruppe ist im vergangenen Jahr bei etwa gleich gebliebenen Umsatz (147,7 Mio Euro ohne Branntweinsteur) mit 1,6 Mio Euro in die Miesen gerutscht. Der Jahresfehlbetrag konstrastiert extrem das 2011 noch mit 6,1 Mio Euro positive Ergebnis. Der Anteil des Auslandsgeschäfts sank nach einem heute veröffentlichten Geschäftsbericht von 20 auf 18 Prozent; 2012 hatte die Berentzen-Gruppe eine mit 6,5 % verzinste Anleihe über 50 Mio Euro ausgegeben, mit deren Erlös eben jenes Auslandsgeschäft angeschoben werden sollte. In China, der Türkei und den USA wurden deshalb Tochtergesellschaften gegründet.
Allerdings waren die mutigen Auslands-Visionen noch vom damaligen, seit 2008 amtierenden Berentzen-Vorstandsvorsitzendem Stefan Blaschak, 43, entworfen worden; von dem trennte sich die Aurelius-Tochter Ende des Jahres Knall auf Fall. Der Konzern begründet das negative Ergebnis für 2012 mit eben den Kosten für den Ausbau des Auslandsgeschäfts und mit gestiegenen Rohstoffkosten.



