Nicht nur in Deutschland, auch in Belgien sorgt Brau-Riese AB Inbev mit der Ankündigung von Entlassungen (10% aller Jobs in Westeuropa sollen gestrichen werden) für Furore. Das deutsche Managment kann aber vor Glück die Korken knallen lassen, dass es gestern nicht auf Dienstreise in Belgien war.
Dort haben nach örtlichen Presseberichten Angestellte des Konzerns kurzfristig zehn Manager als Geiseln genommen. Ihre Forderung: Die obersten Konzernchefs sollten sich vor Ort der Belegschaft stellen und die Entlassungen verkünden. AB Inbev will in Belgien rund 263 Stellen abbauen, etwa ein Zehntel aller landesweit Beschäftigten - 179 in Louvain und 63 im Werk in Jupille. Dort kam es auch zu den handgreiflichen Protesten. Die Manager sind offenbar bereits wieder befreit.
Für Deutschland, wo Inbev gestern ebenfalls einen radikalen Personalkurs verkündete (unser Bericht), sind Geiselnahmen vorerst nicht zu erwarten. Obgleich die NGG Widerstand ankündigt: Stellenstreichungen seien "völlig inakzeptabel", sagte der Geschäftsführer der NGG für die Region Bremen, Dieter Nickel, am Donnerstag. Die Beschäftigten würden diese Pläne des Konzerns nicht hinnehmen, kündigte er an(08.01.2010, 13:22 Uhr)


