Wir schalten mal kurz rüber zum Übernahmewahnsinn in den USA: Dort hat bekanntlich im November 2015 <link alle-meldungen news-detail naechste-dollar-milliarde-fuer-us-craft-brauer.html _blank>Constellation Brands den Craftbrauer Ballast Point erworben - pikant daran: für die Summe von 1 Mrd US-Dollar (ca. 933 Mio Euro). Der Laden wurde vor 20 Jahren aus der Heimbrauerszene heraus gegründet und dürfte derzeit rund 250.000 hl Bier im Jahr produzieren. Deutsche Brauer in dieser Größenordnung kriegen bei solchen Ablösesummen Schnappatmung.
Aus der amerikanischen Craftbrauer-Szene wurde jetzt bekannt, dass Constellation in San Diego inzwischen ohne das komplette Ex-Management dasteht und offenbar seltsame Unternehmenspolitik betreibt. Demnach haben erst CEO Jim Buechler und CCO Earl Kight das Haus verlassen, jetzt auch noch Gründer Jack White Jr. und COO Yuseff Cherney. Letztere wollen finanziell üppig ausgestattet mit einer neuen Destille namens Cutwater Spirits weitermachen - was sich direkt aufdrängt, nachdem Constellation angeblich kein Interesse mehr an den Ballast Point-Spirituosen Old Grove Gin, Fugu Vodka und Devil’s Share Whiskey mehr hat. Da sollen sich White und Cherney bedankt und die Marken mitgenommen haben.
Und wie so oft kommt bei den US-Craftbrauern ziehen auch White/Cherney zum Abschied nochmal die ganz große Story ab: Er habe mit einem Weltklasse-Team das beste Bier der Welt gebraut, schrieb White in einer Mail an die jetzt Ex-Kollegen, und Cherney segelt schon mal: Er sieht sich auf einem neuen Kurs, freut sich auf die Reise und "yes I hope to catch a few fish before the real work begins".


