Der April lief für die deutschen Brauer - zumindest im Vergleich zum Vorjahr - auf den ersten Blick gar nicht so schlecht (wobei man inzwischen ja schon froh ist, wenn das Minus nicht übermäßig hoch ausfällt). Insgesamt stand im Vergleich zum April 2012 sogar ein zartes Plus von 0,8 % zu Buche - bei näherem Hinsehen war das allerdings ausschließlich dem Export geschuldet, der um 6,9 % zulegte. Im Inland gab es laut den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes ein Minus von 0,4 % (auf 6.934.096 hl). Zusätzlich getrübt werden die sanften Zahlen auch dadurch, dass der April eigentlich zwei Arbeitstage mehr hatte als der April 2012.
Sehr ernüchternd sehen die seit Januar aufgelaufenen Zahlen aus. Hier steht inzwischen ein Gesamt-Minus von 2,9 % (Inland: -2,5 %). Dummerweise ist in diesen Zahlen der Absatz im Monat Mai noch gar nicht mitgerechnet. Über den gibt es wenig Illusionen - alldeiweil es schon im vergangenen Jahr ein Mai-Minus von 2.4 % auf damals nur noch 9.866.567 hl gegeben hatte. Erste Hochrechnungen von Branchenbeteiligten gehen diesmal von einem Verlust von bis zu 10 % aus.
Biermischgetränke verloren im April gegenüber Vorjahresmonat satt um 6 % auf nur noch 373.866 hl und liegen damit aufgelaufen seit Jahrersanfang bei -12,3 % (gesamt 1.037.545 hl).



