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2G+ für Gastro: Wirte-Alarm

Mit ihrem für heute erwarteten Beschluss zur 2G+-Regelung für die Gastronomie hat das Bund-Länder-Treffen schon im Vorfeld den erwarteten Aufschrei der betroffenen Verbände provoziert. Gestern hatte Dehoga-Präsident Guido Zöllick mit Blick auf die brutalen Umsatzverluste im Dezember vor einer weiteren Verschärfung der Restriktionen gewarnt. Weitere Einschränkungen seien jetzt "fatal".

Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten der Länder dürften heute analog der Vorlage beschließen, dass in Kürze bundesweit und inzidenzunabhängig den Zugang zur Gastronomie für Geimpfte und Genesene nur noch mit einem tagesaktuellen Test oder mit dem Nachweis einer Booster-Impfung ab dem Tag der Auffrischungsimpfung möglich ist (2G Plus). Sie folgen damit u.a. auch einer Anregung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Der hatte unlängst in einem Interview gesagt, die Gastronomie sei ein Problembereich, weil man dort oft für Stunden ohne Maske sitze.

Laut Rechnung des Dehoga sehen derzeit 55,7 % der Gastronomen ihren Betrieb in seiner Existenz gefährdet. Bereits im November habe die Branche 34,1 % Umsatz verloren. Verantwortlich für die erheblichen Umsatzverluste seien die seit Wochen geltenden 2G oder 2G Plus-Zugangsregelungen, Kontaktbeschränkungen, Veranstaltungsverbote, Sperrzeitregelungen sowie Schließungen von Clubs und Discotheken. Gemäß der Dehoga-Umfrage beläuft sich der Umsatzrückgang für das Gesamtjahr 2021 im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 auf durchschnittlich 41,0 Prozent. Im Dezember seien nur 50% des 2019er Umsatzes erreicht worden. Bei Getränkelieferanten sind die Einbrüche teilweise noch höher. Der Fassbierabsatz lag INSIDE-Recherchen zufolge bei vielen GFGHs und Brauereien im Dezember 2021 bei nur 40% des 2019er Niveaus.

Mit dem gestrigen 6. Januar 2022 haben sich laut offiziellen Zahlen des Bundes mindestens 59,6 Mio Personen oder 71,6 % der Gesamt­bevölkerung vollständig impfen lassen. Mindestens 34,6 Mio Personen (41,6 % ) haben zusätzlich eine Auffrischungs­impfung erhalten. Geimpft werden können prinzipiell mittlerweile auch schon Kinder ab 5 Jahren. Die Booster-Impfung ist allerdings in der Regel erst für Menschen ab 18 Jahren vorgesehen.

 

 

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