Die Ampelkoalition hat sich laut Informationen der dpa nach zähem Ringen auf ein Strompreispaket geeinigt, mit dem die Wirtschaft für fünf Jahre entlastet werden soll. Wie zuerst das Handelsblatt berichtete, sollen sich die Entlastungen allein 2024 auf mehr als zehn Milliarden Euro belaufen.
Im Detail heißt es, dass die Stromsteuer für alle Unternehmen des produzierenden Gewerbes auf das europäische Mindestmaß von 0,05 Cent pro Kilowattstunde (gegenwärtig 1,537 Cent) gesenkt werden soll. Energieintensive Unternehmen sollen weiterhin zusätzlich entlastet werden. Ab dem Jahr 2026 stehe das Subventionspaket allerdings unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit.
Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) begrüßte indes, dass "einige der bereits lange geforderten Maßnahmen im Strompreispaket enthalten sind", betonte aber auch, "dass das Paket keine Alternative zum bisher diskutierten Brücken- & Transformationsstrompreis darstellt". Bedenken äußerte der VIK insbesondere hinsichtlich des vorgesehenen Begünstigtenkreises der Strompreiskompensation in dem vorliegenden Paket. Wichtige Teile der industriellen Wertschöpfungsketten blieben außen vor, heißt es, und selbst für die begünstigten Unternehmen stellten die Maßnahmen teilweise nur einen Erhalt des Status quo dar.

