In Paris lässt der Spirituosenkonzern Pernod Ricard die Korken knallen. Im Geschäftsjahr 2021/22 (30.6.) hat Pernod-Ricard zum ersten Mal die 10 Mrd Euro Umsatz geknackt. Daraus entstanden 3 Mrd Euro Profit. Der CEO und Hauptgesellschafter Alexandre Ricard jubelt euphorisch: „Ich bin extrem stolz, dass wir die Double Digit-Glocke in diesem Jahr extrem oft läuten durften.“
In Asien und Europa legte der Konzern um 19% zu. Insgesamt verkaufte der Konzern weltweit 2,1 Mrd Flaschen (unter 240 Markennamen). Davon über 12 Mio Kisten (à 9 Liter) Absolut Vodka, 10 Mio Kisten Jameson und über 9 Mio Kisten Ballantines. Das Scotch-Portfolio wuchs um 25%.
Der frisch von Paris entsandte neue Deutschland-Chef Julien Hémard und seine Key-Accounter können nur hoffen, dass die eindrucksvollen Kennziffern bis zu den Jahresgesprächen wieder in Vergessenheit geraten. Der deutsche LEH arbeitet derzeit an seiner ganz eigenen Übergewinnsteuer für Lieferanten.


