AB Inbev Deutschland feiert sich für ein "sehr erfolgreiches Jahr 2022". Allerdings bezieht sich das vor allem auf die Marken Corona, Corona Cero, das von Warsteiner übernommene San Miguel und Spaten. In den wachsenden Marktsegmenten verweist AB Inbev auf satte +43%. Corona Extra sei mit +33% die am stärksten wachsende Biermarke, gemessen am Umsatz, heißt es. Die restlichen Marken des deutschen Portfolios werden dabei nicht erwähnt, sie liefen auch nicht so gut. Laut INSIDE-Biermarken-Hitliste verloren sowohl Beck's (-3%) als auch Hasseröder (-3,3%) und Franziskaner (-3,1%) beim Absatz.
Für die Big Mama meldet der Weltkonzern ein dickes Umsatzplus von 11,2% auf knapp 57,8 Mrd US-Dollar für das vergangene Jahr. Rund 63% der Umsätze werden nach eigenen Angaben mittlerweile über die selbstentwickelte B2B-Bestellplattform Bees erzielt, die monatlich 3,1 Mio Nutzer erreicht. Der Nettogewinn stieg um 12,8% auf 6,4 Mrd US-Dollar.
Den Absatz steigerte AB Inbev weltweit auf 595 Mio hl (+2,3%). CEO Michel Doukeris spricht von einem "Rekordvolumen". Von diesem entfallen 518 Mio hl auf eigene Biermarken (+1,8%). Größter Markt ist weiterhin Südamerika mit 164 Mio hl (+4,6%) vor Mittelamerika mit 148 Mio hl (+4,3%) und Nordamerika mit 107 Mio hl (-4%). Die Region EMEA legte um 4,6% auf 90,8 Mio hl zu.

