AB Inbev hat heute Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr 2023 veröffentlicht. Beim gesamten Getränkevolumen lag der Konzern im ersten Halbjahr mit 288 Millionen hl rund 0,3 % im Minus, beim Bier fehlten 0,8 %. Dagegen steht ein dickes Umsatz-Plus von 10 % gegenüber Halbjahr 1/22. Besser als z.B. Heineken. (+ 6,3%). Bei näherem Hinsehen relativiert sich diese Zahl: AB Inbev kommt nicht um das Eingeständnis umhin, dass die gegenwärtige Hyper-Inflation in Argentinien die Zahlen verfälscht. Ohne das argentinische Geschäft läge das weltweite Umsatzwachstum nur bei 6,7 %.
AB Inbev betont die Entwicklung der hochpreisigen Marken, das Top-Portfolio sei im Umsatz um 10% gewachsen. Dafür hauptsächlich verantwortlich: Modelo (das in Mexiko und USA wuchs), sowie... Spaten Hell. Wie in INSIDE 930 berichtet, geht die Münchner AB Inbev-Marke in Brasilien durch die Decke, unglaubliche drei Mio hl stellt ABI inzwischen in Brasilien her, deklariert als „Munich Helles“ und mit „Origem“ (Herkunft) „Munich, Alemanha“.
Für Europa weist der aktuelle Bericht niedrige einstelligen Volumenverluste aus. Dennoch habe der Konzern in Europa ein zweistelliges Umsatzplus erzielt. Eine Folge der Preisererhöhungen.
AB Inbev Deutschland dürfte ebenfalls ein kleines Absatzminus zu verzeichnen haben. Die deutschen Volumen-Marken verloren laut INSIDE-Marken-Hitliste im ersten Halbjahr allesamt: Beck's (-4,5%), Hasseröder (-4,0%) und auch Franziskaner (-5,0%). Einzig das in Deutschland gut 300.000 hl große Corona Extra legte 5% Absatz zu.
Die Region Asia Pacific hingegen legte um 9,1 % zu. Nordamerika verlor 8,2 % (getrieben vom Drama um Bud Light).


