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AB Inbev will weiteren Craft-Brauer schlucken

AB Inbev drückt im Zuge des (angestrebten) Übernahme von SAB Miller weiter voll auf die Tube - ohne Rücksicht auf Verluste. Insbesondere muss der Mega-Konzern die Wettbewerbshüter rund um den Erdball beschwichtigen. Wie das aussieht, zeigt sich nach Meldungen von US-Agenturen derzeit in Südafrika: Dort hat AB Inbev dem Vernehmen nach eingewilligt, umgerechnet rund 69 Mio Dollar (etwa 61 Mio Euro) zu zahlen, die der einheimischen Bierindustrie zugute kommen sollen; zugleich sollen die SAB Miller-Arbeitsplätze mindestens fünf Jahre lang erhalten bleiben. Eine entsprechende Deadline wurde in Südafrika dieser Tage auf 5. Mai verschoben.

 

Auch in China (Verkauf der eigenen Aktivitäten mit CR Snow) und in Amerika (Verkauf des SAB Miller-Anteils an Molson Coors) versucht AB Inbev recht schmerzfrei, die Wettbewerbshüter milde zu stimmen. In Europa bietet der Konzern an, die SAB Miller-Marken Grolsch und Peroni sowie Meantime in London an die japanische Asahi-Gruppe zu verkaufen, um die Wettbewerbswächter in der EU-Kommission zu überzeugen. Von Seiten der Kommission wurde jetzt eine "provisional deadline" für den 24. Mai terminiert. 

 

Unbeeindruckt von den gegenwärtigen Fusionsverhandlungen bzgl. SAB Miller kauft der Mega-Bierkonzern AB Inbev weiter lustig zu. In den USA hat das Unternehmen jetzt angekündigt, den erst 2008 gegründeten Craft-Brauer Devils Backbone Brewing in Virginia zu übernehmen. Es ist damit nach Elysian, Golden Road, Four Peaks und Breckenridge schon der fünfte Craft-Brauer im Portfolio von AB Inbev. Devils Backbone produzierte 2015 rund 72.000 hl Bier und plant mit einem Ausstoß von über 100.000 hl dieses Jahr. Auf Dauer, heißt es, steuert Devils Backbone allerdings 300.000 hl/Jahr an.

 

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