AB Inbev spart sich 2,5 Mrd Dollar. Diese Summe hätte der Weltmarktführer (2008: 388,1 Mio hl) nach den Vorstellungen der mexikanischen Grupo Modelo (Corona) an Schadensersatz zahlen müssen - wenn nicht jetzt ein Gericht in New York anders entschieden hätte. Das Schiedsgericht wies die Klage des größten mexikansichen Bierbrauers (2008: 51,1 Mio hl) und weltweit siebtgrößten Brauers ab, der sich nach der Übernahme von Anheuser-Busch durch Inbev im Jahr 2008 über den Tisch gezogen fühlte.
In den 90er Jahren war Anheuser bei Modelo eingesteigen; nach dem Deal mit Inbev gehören 50,2 Prozent der Modelo-Aktien, aber nur 44 Prozent der Stimmrechte zu AB Inbev. Modelo klagte nun - vergebens - auf Schadensersatz wegen angeblicher Vereinbarungsverletzungen. Als umso wahrscheinlich gilt jetzt, dass AB Inbev in absehbarer Zeit die Mehrheit auch bei den Modelo-Stimmrechten übernimmt; die bislang 56 Prozent liegen bei den Eigentümerfamilien. (13.07.2010, 10:11 Uhr)


