AB Inbev auf Konfrontationskurs: Der weltgrößte Bierbrauer hat sich mit einem geschickten Deal in die tschechische Budweiser Bürgerbrauerei eingekauft und damit deren Markenrechte erworben. Der bisherige Aktionär Harvestor hatte die Brauereiproduktion zuvor ausgegliedert. Pikant: Die Bürgerbräu teilt sich die Namensrechte mit der staatlichen Bierbrauerei Budejovicky Budvar.
Die Brauerei ist die letzte bedeutende ihrer Art in Staatsbesitz. Sie soll privatisiert werden. Der Wert der Marke "Bud" wird auf gut 700 Mio Euro geschätzt. Beobachter gehen davon aus, dass AB Inbev mit dem Deal mindestens einen Fuß in die Türe bei Budweiser Budvar setzt. Zudem verschafft sich der (ohne Modelo) rund 360 Mio hl große Konzern (mit einem weltweiten Marktanteil von knapp 20 %) auch juristisch Luft: In einem schier endlosen Rechtsstreit um die Verwendung der Marke "Bud" in Europa hatte AB Inbev immer wieder vor dem Europäischen Gerichtshof zurückstecken müssen; 2011 wurde ihm aber der Verkauf von Bud in Österreich erlaubt.



