Trotz diverser Störfeuer von Kleinaktionären (aktuelle INSIDE-Printausgabe Nr. 757) hat der Aufsichtsrat von SABMiller am Freitag endgültig grünes Licht für die Übernahme durch den Konkurrenten AB Inbev gegeben. Durch den Verfall des britischen Pfunds nach der Brexit-Entscheidung kamen zuletzt noch einmal Zweifel auf, ob alles glatt über die Bühne gehen würde. AB InBev besserte daraufhin am vergangenen Dienstag sein Angebot noch einmal auf, was den Deal für die Belgier rund 2 Milliarden US Dollar (1,5 Milliarden britische Pfund) teurer macht. Unter dem Strich bleibt aber wegen des Währungsverfalls immer noch eine Ersparnis von rund 3 Milliarden US Dollar.
Die beiden Großaktionäre Altria and Bevco erhalten eine Sonderbehandlung, da sie neben einer kleineren Barabfindung ein Aktienpaket am neuen Getränkeriesen erhalten. Dieses Paket, das ursprünglich einen ähnlichen Wert wie die Barabfindung an die Kleinaktionäre hatte, wurde durch die Abwertung des britischen Pfunds nun deutlich aufgewertet, was kleinere Aktionäre wie Aberdeen kritisiert hatten.
Auch die letzte größere kartellrechtliche Hürde ist beseitigt. Die chinesische Wettbewerbsbehörde hat der Übernahme letzte Woche zugestimmt.


