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Maisel und Bayreuth kommen nicht zusammen

Mit einem offenen Brief an die Entscheidungsträger der Stadt Bayreuth (der gestern im Rahmen einer Stadtratssitzung NICHT vorgelesen wurde, obwohl er rechtzeitig vorlag) hat Weißbier-Brauer Jeff Maisel den Verantwortlichen empfohlen, die Pläne für ein Kongresszentrum samt Hotel in der Wagner-Stadt nicht weiter zu verfolgen. Maisel zog damit bittere Bilanz eines ziemlich trostlosen Rumgewurstels im Rathaus, das vor wenigen Wochen durch einen OB-Wechsel noch verstärkt wurde.

 

Bekanntlich verfolgt der Brauerei-Chef seit langem die Vision, auf seinem eigenen Gelände zusammen mit der Stadt ein Kongresszentrum und ein Hotel zu errichten; zudem hätte er damit auch seine historischen "Aktien"-Brauereigebäude integrieren können. Zwar wurde immer wieder von allen Seiten Zustimmung signalisiert, konkret wurde aber nichts. Zuletzt hatte die Regierung von Oberfranken ihm eine Frist bis Ende des Monats gesetzt, zu entscheiden. Anderenfalls gingen mögliche Zuschüsse in Millionenhöhe verloren.

 

Maisel, der zuletzt mit einer Lösung einverstanden gewesen wäre, nach der die Stadt das Kongresszentrum und er das Hotel bauen sollte, sah sich nun außerstande, "Garantien zur Erstellung eines Hotels abzugeben, insbesondere wenn diese Garantien noch vor dem 31.07.2012 abgegeben werden sollen und die Stadt ihrerseits nicht garantieren kann, ob und wann das Kongresszentrum gebaut wird." Irgendwie scheint man es bei der Stadt auch nicht eilig gehabt zu haben. Maisel führt aus: "Leider ist es in den letzten Wochen von der Oberbürgermeisterin und der Verwaltung versäumt worden die vom Stadtrat gewünschten Daten und Fakten zur Verfügung zu stellen. Trotz mehrmaligem Hinweis von uns, dass unser Projektleiter, Herr Daniel Bormann, die benötigten Vergleichszahlen ohne langen Vorlauf zur Verfügung stellen kann, wurde dieser von Seiten der Stadt nicht beauftragt."

 

Das ambitioniert Bayreuther Projekt endet nun - eigentlich absehbar - in einem Schildbürgerstreich der Stadtverantwortlichen. Maisel, der noch immer von einem "Leuchturmprojekt" für die Stadt spricht, hatte schon vor Monaten angekündigt, im Ernstfall die Reißleine zu ziehen.

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