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Just Eat als Pandemie-Profiteur

Der Boom bei Essensbestellungen über Lieferplattformen ist in der Corona-Pandemie weiterhin ungebrochen. Bei Just Eat Takeaway.com stiegen die Aufträge im ersten Quartal 2021 insgesamt um 79% auf 200 Mio Bestellungen an, wie das Unternehmen am heutigen Dienstag in Amsterdam bekanntgab. Das erste Quartal 2021 sei das vierte Quartal in Folge "mit einer Beschleunigung des Auftragswachstums", so Jitse Groen, CEO von Just Eat Takeaway.com. 

Die beiden größten Märkte Großbritannien und Deutschland wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 96% bzw. 77%. Dabei war Großbritannien mit knapp 64 Mio Bestellungen der am schnellsten wachsende Markt und Hauptwachstumstreiber des Unternehmens. Zudem wurden in UK neue Partnerschaften mit bekannten Marken wie Leon,Tortilla und Chipotle sowie den Kaffeeketten Starbucks und Costa geschlossen, die das wachsende Restaurantangebot von Just Eat ergänzen. In Deutschland kamen über die Just Eat Takeaway-Tochter Lieferando in den ersten drei Monaten des Jahres rund 39 Mio Bestellungen zusammen. 

Bei Bestellungen, die über die eigene Lieferflotte (sog. "Scoobers") ausgeliefert wurden, ist ebenfalls UK mit einem Wachstum von 695% auf 22,9 Mio an der Spitze. In Deutschland wurden im selben Zeitraum 3,1 Mio Bestellungen, was einem Plus von 124% entspricht, über eigene Lieferando-Fahrer zu den Kunden gebracht.

Dass der Anteil der "Scooberbestellungen" in Deutschland mit insgesamt knapp 8% relativ gering ist, dürfte vor allem an der deftigen Provision in Höhe von 30% für Gastronomen liegen. Liefern diese über eigenes Personal aus, müssen sie lediglich eine Provision von rund 12% für die Vermittlung der Bestellung abdrücken. Trotzdem baut Lieferando auch in Deutschland den Scoober-Dienst immer weiter aus, um vor allem Restaurants zu erschließen, die über kein eigenes Lieferpersonal verfügen.  

Bei der im E-Commerce wichtigen Kennzahl Gross Merchandise Value (GMV), also dem Brutto-Warenwert, der über einen bestimmten Zeitraum auf der Plattform erzielt wurde, legte Just Eat im ersten Quartal in allen Märkten um knapp 90% auf 4,5 Mrd. Euro zu. In Deutschland konnte das GMV von 0,5 auf 0,9 Mrd. Euro nahezu verdoppelt werden. 

 

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