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GES stellt Forderung an Industrie

Der GES-Vorstand: Holger von Dorn, Ulrich Berklmeir (Vorsitz), Alexander Berger (v.l.n.r.)

Die GES eG mit Sitz in Nürnberg trommelt in der Krise für ihre Fachhändler. In einem Schreiben an die größeren Lieferanten formuliert die Verbundgruppe Forderungen an die Industrie: Unter dem Punkt "Sofortmaßnahme Solidaritätszuschlag beim Zahlungsziel" heißt es konkret: "zusätzliches Valuta von 30 Tagen für unsere Mitglieder mit einem Schwerpunkt in der Gastronomiebelieferung für alle Rechnungen. Zunächst befristet für alle Rechnungen, die bis zum 08.05.2020 fällig werden." Weiter heißt es, dass die GES das zusätzliche Zahlungsziel "unmittelbar rechnungswirksam an die Mitglieder durchstellen" wird. Ebenfalls wird an die Lieferanten appelliert,  eine Möglichkeit zu schaffen, um Vollgutfässer zurückzunehmen. 

Dass Solidarität zwischen Industrie und Fachhändlern funktionieren kann, hat die GES bereits im Spirituosengeschäft mit dem "Solidarpakt" (INSIDE 848) unter Beweis gestellt. Über diese Sofortmaßnahme, bei der die nationale und internationale Schaumwein- und Spirituosenindustrie den deutschen Fachhandel unterstützt, hat die GES mittlerweile bereits 23,2 Mio Euro rechnungswirksam an ihre Mitglieder durchgesteuert. Diese Sofortmaßnahme verschafft dem Fachgroßhandel, so ist sich Ulrich Berklmeir, Vorstandsvorsitzender der GES, sicher, die notwendige Liquidität, die er jetzt zur Überwindung der Krise braucht. "Internationale Spirituosenkonzerne unterstützen damit den deutschen Fachhandel wesentlich umfangreicher als viele der großen Brauereigruppen. Das sagt schon sehr vieles aus." 

Indes kann die GES auch auf gute Zahlen für das zurückliegende Geschäftsjahr verweisen. Der Umsatz der Zentralregulierung stieg demnach 2019 um 2% auf 1 Mrd. Euro. Den Großteil machten dabei die Bereiche Schaumwein/Spirituose mit 514 Mio Euro und Bier/AfG mit 382 Mio Euro aus. Convenience (56 Mio Euro) und Wein (48 Mio Euro) spielten eine eher untergeordnete Rolle. An die Mitglieder werden insgesamt 10 Mio Euro ausgeschüttet. Der Jahresüberschuss beträgt 1,5 Mio Euro. Die Vermögensaufstellung beträgt laut GES nun 40,5 Mio Euro. 

Die Warengesellschaften Bremer Spirituosen Contor BSC und Schokoring steigerten ihren Umsatz von 212 Mio Euro auf 220 Mio Euro. Der Hauptanteil von 165 Mio Euro Umsatz geht dabei auf die Rechnung von BSC. 

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