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Facebook zum 10.: Gewinner. Verlierer. Schnarchzapfen.

Facebook feiert seinen 10. Geburtstag - wir gratulieren! Allerdings nicht dem sozialen Netzwerk, sondern allen Getränkeherstellern und Händlern, über die dort überhaupt geredet wird - ein Privileg, das nicht allen gleichermaßen zuteil wird, wie der frühere Faxe Deutschland-Chef und jetzige Social Media-Experte Rolf Lauströer für INSIDE ausgerechnet hat (Kommentar von uns).

 

(die vollständige Analyse hier downloaden - pdf)

 

Einen wahren Shitstorm erlebte Lidl in den vergangenen Wochen auf seiner Facebook-Seite nach der zwischenzeitigen Auslistung von Coca-Cola-Produkten. Inzwischen hat der Konzern, wohl auch wegen der extremen Aktivitäten seiner "Fans", wieder nachgegeben (wir berichten). Das fast schon drollige Statement ("Hallo Ihr Lieben...!") zur Wieder-Einlistung von Cokes Classik-Variante zeigt aber immerhin, dass und wie der Konzern aktiv mit dem Netzwerk Facebook arbeitet. Die Aktion gilt als gelungen; Lidl hat´s vorgemacht.

 

Deutlich schwerer tun sich viele andere Marktteilnehmer. Die Zahl der Fans und die der aktiven Teilnehmer (d.h. der Menschen, die sich auf Facebook tatsächlich aktiv mit der Marke beschäftigen) klaffen oft extrem weit auseinander - Indiz dafür, dass durch diverse Aktionen zwar mal Fans generiert wurden. Doch um die kümmerte sich in der Folgezeit keiner mehr - Aufwand umsonst.

 

Ein Zusammenfassung:

 

Bier:

Besser machen es z.B. Oettinger, die mit geringem Aufwand und auch níedriger Fan-Zahl vergleichsweise viele aktive Nutzer (4,46 %) haben; Krombacher hingegen hat zwar rund 170.000 Fans, davon reden aber auch nur 0,18 % über die Marke. Heißt: Oettinger hat zwar deutlich weniger Fans als z.B. Krombacher, aber absolut gerechnet mehr (ca. 430) als Krombacher (ca. 360). Dort kommen die meisten Fans interessanter Weise aus Sofia - erstaunlich. Für Augustiner gibt es nur eine Fan-Seite; Beteiligung: gleich null.

 

Energy:

Interessant: Gerade bei den "hippen" Energyzern (mit eigentlich web-affinen Publikum) suhlt sich die Zielgruppe in Passivität - was (mit geringen Abweichungen bei effect und Booster) die Frage aufwirft, ob die Hersteller nicht doch was falsch machen. Vielleicht kann uns jemand von Diamond Energy mal erklären, warum die meisten Likes dort aus dem indischen Hyderabad kommen.

 

Bier national:

Tiger Beer ist anscheinend sehr angesagt; über Salitos hingehen spricht kaum wer, und dann auch vor allem in Bukarest; Astra ist Kult, Warsteiner ehr nicht (und dann auch noch vor allem in Buenos Aires)

 

Cider

Ja was ist denn das? Über den via Dresdener Bluevance Trading Company Eric Thieme vertriebene Schweden-Cider reden satte 82,74 % aller (zugegebenermaßen nur gut 1000) Fans. Sehr ungewöhnlich. Zeugt von Kult-Status pur. Der Rest der Ciderwelt - Facebook-mäßig eher Panne

 

Wasser / Kokosnuss-Wasser

Hella hebt sich mit knapp 7 % Beteiligung deutlich vom Rest der Wässer ab; Inaara Coconut Water wiederum (mit nur marginalen 319 Likes) kam auf gut 30 % aktiver Fans. Facebook-Listenerster Kulau schafft es bei 15.500 Fans auch nur auf dreimal soviel Aktive.

 

- Veltins Fassbrause hat die meisten Fans ausgerechnet in San Paulo - wie kommen die dorthin? Bei Gaffels Fassbrause tut sich fast gar nichts mehr.

- Das Hofbräuhaus München hat von allen Gastro-Betrieben die treuesten Kunden.

- Bubble-Tea? War da was? Oh je - da geht gar nichts mehr.

- Apropos Lidl (siehe Textanfang): Liegt beim Handel trotz Coke-Aktion immer noch eher im unteren aktiven Facebook-Teil - Müller und Alnatura haben die Nase vorn.

- Sagasser hat bei GAM/GFGH zwar bei den Fans deutlich die Nase vorn, nicht aber bei den aktiven Nutzern. Da macht Getränkefeinkost aus Magdeburg vor, wie´s geht. Kurhessische hat plözlich (?) gar keine Supporter mehr.

- Und dann, auch erstaunlich: Gerade bei den Online-Lieferdiensten, die ihr Kerngeschäft ja über das Internet abwickeln, tut sich recht wenig in Sachen aktive Facebook-Nutzer. Bierzwerg und  Bier-Deluxe sind gut dabei, auch Paderlieferanten - der Rest: Schweigen. Seltsam. Und kontraproduktiv.

 

 

(weitere Informationen/Kontakt auch unter www.laustroeer.de)

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Markus Stodden

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