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Bundesamt warnt vor Benzol in AfG - Überwachungsplan im Wortlaut

BVL-Chef als AfG-Kassandra

BVL-Chef als AfG-Kassandra

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat vor Benzol in Limonaden und Fruchtsäften gewarnt. BVL-Präsident Helmut Tschiersky-Schöneburg, der die aktuelle Studie zur Lebensmittelüberwachung in Berlin vorstellte, wies darauf hin, dass Benzol schon in sehr geringen Mengen die Gesundheit gefährden könne. Dabei hatten die staatlichen Verbraucherschützer insgesamt 361 alkoholfreie Erfrischungsgetränke untersucht - vom Ananassaft bis zum milchsauren Brottrunk. In rund 40 Prozent der Proben hatten sie dabei Benzol in geringer Dosis nachweisen. Die Chemikalie könne entstehen, wenn der Konservierungsstoff Benzoesäure mit Vitamin C reagiert. Die Hersteller seien aufgefordert, die Rezepturen ihrer Getränke zu überprüfen und zu verändern, sagte Tschiersky-Schöneburg.

Auszug aus dem "Bundesweiten Überwachungsplan 2007" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit":

Im Rahmen dieses Programmes beteiligten sich acht Bundesländer mit insgesamt 327 Proben von Erfrischungsgetränken. Auf das Vorhandensein von Benzoesäure, Ascorbinsäure bzw. Benzol erwiesen sich in „Fruchtsaftgetränken“ 54 Proben, in „Nektaren“ 34 Proben und in der Gruppe der „Sonstigen“ 144 Proben als positiv (Tab. 5-12-1). Alle positiven Proben waren inländischer Herkunft. Bei den positiven Proben der „Fruchtsaftgetränke“ konnte in 32 Proben (49,2 %), bei den positiven Proben der „Nektare“ in 23 Proben (58,9 %) und bei den positiven Proben der Gruppe „Sonstige“ in 74 Proben (34,5 %) Benzol nachgewiesen werden. Die maximalen Werte für den Benzolgehalt lagen bei den „Fruchtsaftgetränken“ bei 1,3 mg/kg. Der auffällig hohe Wert von 1,3 mg/kg deutet jedoch auf eine andere Ursache als eine endogene Entstehung hin. Bei den „Nektaren“ liegen die Maximalwerte bei 0,05 mg/kg und bei der Gruppe „Sonstige“ bei 0,04 mg/kg. Die Ergebnisse dieses Programmes zeigen, dass das hier behandelte Thema im Rahmen der amtlichen Kontrolle verstärkt berücksichtigt werden sollte. Ein Aufgreifen dieses Themas in einem späteren, ggf. angepassten Programm sollte in Erwägung gezogen werden.

(14.10.2008, 10:35 Uhr)

 

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