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Brandbrief der Ba-Wü-Brauer

Der Baden-Württembergische Brauerbund wendet sich in einem Brandbrief an die Landespolitik. Darin fordert er das aufgelegte Soforthilfeprogramm, das Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern, die infolge der Corona-Pandemie Liquiditätsengpässe erleiden, mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss untertützt, auf Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeiter zu erweitern.

Hintergrund: Viele der 210 Brauereien in Baden-Württemberg haben über 50 Mitarbeiter und sind somit von der Soforthilfe ausgenommen. Als Vorbild dient das Land Bayern. Dort gilt das Programm für Betriebe bis 250 Mitarbeiter. "Der Motor der baden-württembergischen Brauwirtschaft läuft sonst große Gefahr 'abgewürgt' zu werden. Das kann nicht im Interesse der Menschen oder der Politik sein", heißt es in dem Schreiben von Geschäftsführer Hans-Walter Janitz und Präsident Matthias Schürer. "Wir bitten daher um eine dringende Nachbesserung des Soforthilfeprogramms. Auch Brauereien mit bis zu 250 Beschäftigten, so wie es auch in Bayern ist, sind in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage und benötigen einen finanziellen Zuschuss des Landes."

Aber auch in Bayern gibt es einen Appell an die Staatsregierung. Niklas Zötler, Bräu in 21. Generation von Zötler Bier, Rettenberg, richtet in einem Video in den sozialen Netzwerken sein Wort als Bittsteller für seine Kunden aus Gastronomie und Hotellerie an den Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Darin fordert er die Schaffung eines Nothilfefonds, der Gelder schnell und unbürokratisch zur Verfügung stellt. Die aktuellen Soforthilfemaßnahmen seien für die meisten Betriebe "viel zu gering". Das Kurzarbeitergeld dürfe auch nicht erst in drei Wochen ausgezahlt werden und müsse zudem auf die Auszubildenden ausgeweitet werden. Weiter fordert Zötler, dass der Staat das Ausfallrisiko für Kredite von betroffenen Gastronomen übernimmt oder die Haftungsvorgaben für die Banken lockert.

Diese Maßnahmen sollen dabei helfen, die "einzigartige Kulturlandschaft im Allgäu und in Bayern, die im wesentlichen von der Gastronomie und Hotellerie geprägt ist", zu erhalten. Sollte die Landesregierung nicht sofort großzügiger und unbürokratisch Hilfen zur Verfügung stellen, so ist Zötler überzeugt, werden viele Gastrobetriebe am Ende dieser Krise in die Insolvenz rutschen. Die angedachten Stundungen von Pachten, Steuern oder Beiträgen würden das Problem letztlich nur verschieben. "Sollten viele dieser Betriebe am Ende der Krise nicht mehr öffnen, so hat das drastische Folgen auf die gesamte Lieferkette (...)", warnt Zötler. 

 

 

 

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